Mittwoch, 8. Dezember 2010

das Jahr der Tablet PC's

Das Frühjahr 2010 war Tablet-Zeit. Überall blühten sie in den gedruck­ten Blättern, auf virtuell gewebten Seiten. Sie sehen prächtig aus: al­lesamt sehr platt, also: flach und irgendwie gleich mittelgroß, so dass man nicht weiß, wohin da­mit, und glänzen tun sie auch, was Fettfinger verböte, könnten wir sie nur schon anfassen, die neuen Superhandykleinrechnerwebvi-deoaudiohörgucker. Kratzte man die Namen vom Gehäuse ab (wenn man kratzen könnte), würde man sehen, wie sehr hier schon von al­len Anbietern die unverbesserliche Idealform gefunden wurde. Nur bei den Innereien gibt es dramati­sche Unterschiede. Aber wer achtet schon darauf, wenn an der Oberflä­che alles so schön glänzt?
Alle schauen auf Apple. Und al­le anderen stehen im Schatten. So wie das arme Joojoo, ein schönes, flaches, glänzendes Tablet made in USA. Gute Technik, cooler Preis. Wie viele Vorbestel­lungen? 90 (neunzig!). Und Apple wirft containerweise seine iPads vor die hechelnde Menge. Oder das Dualbook von Entourage. Kann viel viel mehr als ein iPad. Ist aber auch kein Renner. Obwohl wir es in dieser Zeitung schon zweimal drin­gend empfohlen haben. Jetzt geht es nämlich erst richtig los: Hewlett-Pack­ard, Acer und Microsoft, natürlich auch: Google basteln an Tablets. Aus Taiwan wird vermeldet, das ein knappes Dutzend Geräte im Anmarsch auf Europa ist. Wie wol­len Sie da noch durchblicken? Gar nicht? Entweder nichts kaufen oder Apple kaufen? So ähnlich läuft es derzeit wohl wirklich. Die Branche hat den potenziellen Käufer mit so viel Produktversprechen überschüttet, dass Käuferwünsche entweder erstickt oder ganz schnell auf Nummer Sicher befriedigt wer­den.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Cloud Computing

Eich echter Trend oder nur ein Trendwort ? Auf jeden Fall hört und liest man viel davon in letzter Zeit - Cloud Computing. Die Vorstellung, die eigenen Daten nicht nur auf der heimischen Festplatte, sondern auch auf einem externen Server liegen zu haben, scheint vielen Computernutzern an­genehm zu sein.
Für Unternehmen ist so etwas sinn­voll. Was private Nutzer mit 100 Gi­gabyte Speicher bei einem Anbieter wie Google Mail, GMX oder web.de machen wollen, muss man genauer prüfen. Vor allem, wenn bereits eine 500-Gigabyte-Platte im heimischen Rechner eingebaut ist. Wird die ei­gene Platte zu klein, dürfte kein ver­nünftiger Mensch auf die Idee kom­men, weitere Daten bei einem exter­nen Datendienstleister auszulagern. Der Dateienwirrwarr wäre immens.
Sinnvoll ist der webbasierte Spei­cher nur, wenn man anderen einen Teil der eigenen Daten zur Verfügung stellen will. Das gilt für Arbeitsgrup­pen von Studenten oder Telearbeiter des Dienstleistungssektors, die von unterschiedlichen Orten auf einen gemeinsamen Datenbestand zugreifen wollen. Da reichen die kostenlosen Angebote aber nicht aus. Der Daten­transfer sollte verschlüsselt sein. Und der Zugang muss über den Browser wie auch ein komfortables FTP-Pro­gramm möglich sein.
Ein attraktives und preisgünstiges Angebot liefert hier das als Webhoster bekannt gewordene Unterneh­men Strato unter der Marke HiDrive. Online-Festplatten für Privatanwen­der sind bei einem Volumen von 100 Gigabyte dort derzeit für 3,95 Euro zu haben. Für eine Komplettsiche­rung reicht das nicht, wohl aber für die Präsentation einer üppigen Foto­sammlung. Aber selbst 500 Gigabyte kosten bei Strato derzeit nur 9,95 Eu­ro im Monat.
Der große Vorteil dieser Ange­bote: Die Strato-Festplatte unter­stützt mehrere Zugriffstechnologien. So können die Daten auf fast jedem Gerät, vorn Laptop bis zum Smart-phone verfügbar gemacht werden. Zum einen kann HiDrive als Rechner­speicher ohne zusätzliche Festplatte eingebunden werden. Dabei kommt das das smb/cifs-Protokoll zum Einsatz, das auf fast allen Computersystemen Netzwerkverbindungen herstellen kann. Dann ist die Festplatte natür­lich über jeden Browser erreichbar. Per WebDav-Protokoll werden auch die meisten Handys zu Zugangsge­räten. Und eine bequeme Datenverwaltung bedeutet der Zugriff üb ein File-Transfer-Programm. Ein Administrator kann mehreren Benutzern Rechte zuweisen, so dass diese nur auf bestimmte Bereiche der Platte zugreifen können. So wird der virtuelle Webspeicher zu einem praktisch Arbeitsplatz.