Der Platzhirsch und die Rivalen: Für Microsoft ist das Office-Paket immer noch eine Geldmaschine. Bei privaten Anwendern stehen aber auch OpenOffice und SoftMaker Office in hohem Ansehen. Die Preispolitik ist akzeptabel: Auf neuen Windows-Rechnern wird aber auch eine abgespeckte kostenlose Version des Microsoft-Büropaketes installiert sein. Dazu gehören nur Word und die Tabellenkalkulation Excel, PowerPoint und OneNote, der Notizenorganisator, fehlen. Wer sich darauf beschränken will, darf sich auf Dauerwerbung einsteilen: Alle 45 Sekunden soll es wechselnde Einblendungen geben. Immerhin verzichtet Microsoft - anders als Google bei seinen Webdienst Google Docs - darauf, die Inhalte zu scannen, um gleich die passende Werbung zum Text zu liefern.
Diese aufsässige Office-Version ersetzt das schlanke, aber durchaus funktionsfähige Microsoft Works, das bisher auf vielen Rechnern vorinstalliert war. Office als Dauerwerbesendung hält wohl niemand länger aus. Damit kalkuliert Microsoft: Natürlich ist Office komplett auf dem Rechner installiert. Es muss nur online freigeschaltet werden. Wer einen Lizenzcode kauft, wird schlagartig die Werbung los und kann mit allen Programmen hantieren. Ob die Rechnung immer aufgeht, darf bezweifelt werden. Normalanwender kommen hervorragend mit älteren Office-Versionen klar. Vielen war bereits die Umstellung auf eine komplett neue Menuführung von Office 2003 auf 2007 suspekt. Warum dann auf 2010 aufrüsten?
Im Umfeld des Microsoft-Paketes hat sich zusätzlich ernst zu nehmende Konkurrenz etabliert. Der deutsche Hersteller SoftMaker hat die 2010-Version seines Büropaketes bereits auf dem Markt. Hier gibt es Textprogramm, Tabellenkalkulation Präsentationssoftware und ein Programm für Makros für knapp 70 Euro. Bei SoftMaker hat man natürlich darauf geachtet, dass ein reibungsloser Datenaustausch mit entsprechenden Microsoft-Programmen fehlerfrei möglich ist. Tests bescheinigen SoftMaker eine nahezu perfekte Kompatibilität. Sie soll noch etwas besser sein, als beim Open-Source-Konkur-renten OpenOffice. Pluspunkt: Auch das OpenOffice-Format
OpenDocument kann von SoftMaker anstandslos gelesen werden.
Der Ressourcenhunger des Soft-Maker-Paketes ist gering. Auch eher behäbige Netbooks erlauben nach Installation ein zügiges Bearbeiten von Dokumenten. Es steht auch eine portable Version zur Installation auf einem USB-Stick zur Verfügung. Unentschiedenen bietet SoftMaker den kostenlosen Download einer Testversion, die voll funktionsfähig ist und 30 Tage genützt werden kann. Mehr Programme bietet OpenOffice. Und weil dies eines der erfolgreichsten Open-Source-Projekte weltweit ist, müssen Nutzer auch nichts dafür bezahlen.
Bei Open Office ist Writer für das Schreiben zuständig, die Tabellenkalkulation heißt Calc, hinter Impress steckt ein Präsentationsprogramm, dessen Optionen sich nicht hinter denen von PowerPoint verstecken müssen. Draw bietet die Funktionen eines soliden Graphikprogramms, das Datenban Programm heißt Base und Mathema tiker werden sich über einen Formel Editor namens Math freuen. Umsteiger werden sich über sehr vertraute Menüstrukturen freuen. Die Kompatibilität zu Microsoft ist gut bis befriedigend. Es ist einstellbar, ob alle Anwendungen unter die Microsoft-Datenformaten oder den von OpenOffice gespeichert werden sollen. Das Paket ist für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X, Lim Solaris und sogar für diverse Uni Varianten verfügbar. OpenOffice ist nicht nur portabel es gibt auch eine U3-Version, die a gespeicherte Daten verschlüsselt und per Passwort schützt.
StarOffice ist der kommerzielle Ableger von OpenOffice. Verfügbar momentan die Version 9. Das Paket wird als „vollständige Alternative zu Microsoft Office" gelobt. Zu den Open Office Modulen kommen unter anderem noch Korrekturhilfen, ClipArts und Fonts hinzu. Für Privatanwender ist diese Komfortversion f 19,99 Euro auf der Website von Sun (de.sun.com), die das Projekt betreuen, herunter zu laden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen